Vortrag: Das IIRSA-Infrastrukturprojekt

IIRSA, die Regionale Infrastruktur-Initiative Südamerikas, ist ein kontinent-weites Megaprojekt, das von allen südamerikanischen Staaten verfolgt wird, finanziert und koordiniert durch den Internationalen Währungsfond, der imperialistischen Plattform, die die Richtlinien der globalen Wirtschaft aufstellt.

Ihr Ziel ist die geografische Umgestaltung des Kontinents, zur Schaffung eines völlig neuen Infrastrukturnetzwerks, welches den Abbau sogenannter natürlicher Ressourcen fördert, beschleunigt und intensivieren soll. Diese sind nicht mehr und nicht weniger als die Elemente, die das Leben in diesem Territorium möglich machen. Mit der Errichtung von Autobahnen, Häfen, Wasser- wie Wärmekraftwerken, Flughäfen, Brücken, Tunneln und vielen anderen Projekten, die nichts als Tod mit sich bringen, ist IIRSA eine Massenvernichtungswaffe.

Es ist das größte Projekt territorialer Neuausrichtung, das jemals in der Welt stattgefunden hat. Nur vergleichbar mit der europäischen Ankunft und Invasion auf diesem Kontinent. Im Angesicht dieses gefräßigen Monsters, das vor unseren Augen wächst – im Angesicht dieser Todesstrafe, die sie über uns verhängen – ist Widerstand nötig, lebensnotwendig und dringend.

Doch sein Vorhandensein wird bewusst verschleiert, indem lediglich über Einzelprojekte in den jeweiligen Ländern gesprochen wird. Der Gesamtkontext wird dabei ausgeblendet.

Ort: Cafe KoZ*, Studierendenhaus Campus Bockenheim, Frankfurt
Startzeit: 17:30
Datum: 16.03.2017

*Der Ort kann kurzfristig noch in den Raum K4 im Studierendenhaus verlegt werden. Sollte das der Fall sein, werden wir entsprechende Aushänge anbringen.